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Präses Rekowski: Deutliches Zeichen im Kampf gegen Judenfeindlichkeit

Kirche begrüßt Einsetzung eines Antisemitismusbeauftragten im Saarland

Pressemitteilung Nr. 150/2018

Saarbrücken/Düsseldorf. Die Evangelische Kirche im Rheinland begrüßt die geplante Einsetzung eines Antisemitismusbeauftragten im Saarland. Nach einem Vorschlag von CDU und SPD im Landtag soll der Präsident des saarländischen Verfassungsgerichtshofs, Prof. Dr. Roland Rixecker, die Aufgabe des Antisemitismusbeauftragten übernehmen. „Damit wird nicht nur eine Forderung aufgegriffen, die ich angesichts der wachsenden Judenfeindlichkeit in unserem Land im Januar dieses Jahres vor der Landessynode unserer Kirche erhoben habe, sondern die Politik setzt in zeitlicher Nähe zum 80. Jahrestag der Pogromnacht ein deutliches Zeichen der Entschlossenheit im Kampf gegen Antisemitismus. Dafür bin ich sehr dankbar“, kommentiert Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, die entsprechende Ankündigung der Landtagsfraktionsvorsitzenden von CDU und SPD.

„Jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger sind in unserem Land immer wieder durch Antisemitismus gefährdet. Deshalb ist der Widerstand aller Demokraten gefordert“, unterstreicht Präses Rekowski: „Unser Gedenken an das Verbrechen des 9./10. November 1938 und an die Schrecken der Shoa verpflichtet uns, auch heute entschieden gegen alle Formen der Judenfeindschaft einzustehen. Dass Juden und Jüdinnen in Deutschland ohne Angst leben können sollen, gehört zu unserer christlichen Identität. Wer sich gegen Jüdinnen und Juden wendet, greift die Grundlage unseres christlichen Glaubens an.“

Die Vorsitzenden der Fraktionen von CDU und SPD im Landtag des Saarlands hatten am gestrigen Montag gemeinsam angekündigt, bereits in dieser Woche den notwendigen Entwurf zur Gesetzesänderung ins Landtagspräsidium einzubringen, um einen ehrenamtlich arbeitenden, unabhängigen Antisemitismusbeauftragten etablieren zu können. Weite Teile des Saarlands gehören zum Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland.

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Saarbrücken/Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 06.11.2018



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