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Projektion zu Mitgliederzahlen/Millionen für neue Formen des Kircheseins

Bewährtes und Innovation, damit Kirche nah bei den Menschen ist

Pressemitteilung Nr. 49/2019

Düsseldorf. Die Evangelische Kirche im Rheinland wird wie die anderen Kirchen in Deutschland in den kommenden Jahren – erwartungsgemäß – weniger Mitglieder haben: Nach einer heute vorgestellten Langzeit-Projektion des Forschungszentrums Generationenverträge der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg könnte sich die Zahl bis 2060 annähernd halbieren: von 2,5 Millionen (2017) auf 1,39 Millionen. Dafür gibt es laut Freiburger Zentrum zwei Ursachen. Da sind einmal die Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur: Es sterben mehr Menschen als geboren werden. Es gibt aber auch Faktoren, die die Kirche beeinflussen kann. So lassen zum Beispiel immer weniger evangelische Mütter und Väter ihre Kinder taufen: Derzeit liegt die Quote bei den Taufen im Kindesalter bei 66 Prozent.

„Die Projektion des Freiburger Forschungszentrums lenkt unseren Blick besonders auf diese von uns zu gestaltenden Faktoren. Wir fühlen uns in unseren Bemühungen bestärkt, Kirche verstärkt in neuen Formen näher zu den Menschen zu bringen. Denn Kirche ist Kirche, wenn sie bei den Menschen ist“, sagt Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Als Kirche noch näher zu den Menschen zu kommen, dafür hatte schon die Landessynode 2018 Grundlagen gelegt. Bei der Tagung der Landessynode im Januar dieses Jahres wurde dann ein Programm für innovative Initiativen aufgelegt. In den kommenden zehn Jahren gibt die rheinische Kirche, die 687 Gemeinden in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland umfasst, dafür sechs Millionen Euro aus und schafft zusätzlich für diesen Zweck fünf neue Pfarrstellen. Das macht insgesamt ein Finanzvolumen von rund zwölf Millionen Euro.

Ergänzende Formen des Kircheseins

Es geht dabei um ergänzende Formen des Kircheseins, also zusätzlich zum Gemeindeleben oder zu speziellen Diensten wie der Krankenhausseelsorge. Anregungen für neue sogenannte Erprobungsräume stammen unter anderem aus der Fresh-Expressions-Bewegung der anglikanischen Kirche in Großbritannien. Die beschlossenen Fördermittel für Erprobungen sind Anschubfinanzierungen. Kirchengemeinden, Kirchenkreise, Gemeinschaften und Initiativen erhalten für die Dauer von zehn Jahren von der Landeskirche Projektmittel bis zur Hälfte der entstehenden Personal- und Sachkosten.

„So wichtig diese innovativen Initiativen für die Zukunft der Kirche auch sind, für nicht weniger bedeutsam erachte ich es, wenn wir das Bewährte gut machen – von der Taufe über die Trauung bis hin zu Bestattung, zur Seelsorge und zum Gottesdienst. Ich bestärke die vielen beruflich und ehrenamtlich Aktiven in unseren Kirchengemeinden, weiterhin so offen und einfühlsam wie bisher auf die Menschen zuzugehen“, so Präses Manfred Rekowski. Das wirke sich dann auch auf die Entwicklung der Zahlen aus. Wenn zum Beispiel die Zahl der Taufen zunähme, würde der Mitgliederrückgang der rheinischen Kirche mittel- und langfristig laut Projektion weniger stark ausfallen.

Stichwort: Finanzentwicklung

Die Projektion legt nahe, dass die Evangelische Kirche im Rheinland im Jahr 2060 rund 771 Millionen Euro an Kirchensteuereinnahmen zur Verfügung haben könnte (Ausgangsdaten 2017: 695 Millionen Euro). Dieser derzeit von wirtschaftlichen und demografischen Faktoren begünstigte Zuwachs werde aber durch rapide steigende Ausgaben der Kirche, besonders bei den Personalkosten, mehr als aufgebraucht. So sinke laut Projektion der Kirchensteuerkraftindex von 100 auf dann 57 Prozent.

Weitere Informationen zu der von EKD und Deutscher Bischofskonferenz in Auftrag gegebenen Projektion sowie aktuelle Beispiele neuer Formen von Gemeinde und Kirche – darunter auch das „raumschiff.ruhr“ aus der Evangelischen Kirche im Rheinland – gibt es im Internet unter: www.ekd.de/projektion2060

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Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 02.05.2019



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