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Düsseldorfer Schülergruppe

Begegungen in Ruanda

Die Einweihung eines Bildungshauses in Gitarama in Ruanda war offizieller Höhepunkt einer vierzehntägigen Reise von zehn Schülerinnen und Schülern des Theodor-Fliedner-Gymnasiums in das ostafrikanische Land.

Die Reisegruppe aus Düsseldorf vor dem Psychosozialen Zentrum Amahoro. "Amahoro" heißt auf Deutsch Frieden. Die Reisegruppe aus Düsseldorf vor dem Psychosozialen Zentrum Amahoro. "Amahoro" heißt auf Deutsch Frieden.

Die Schüler, die gerade ihr Abitur gemacht haben, reisten mit Pfarrer Jörg Jerzembeck-Kuhlmann vom Arbeitskreis Ruanda des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf und Lehrer Alfons Scholten vom 16. bis 31. Juli nach Afrika. Zwischen dem Evangelischen Kirchenkreis Düsseldorf und der anglikanischen Diözese Shyogwe in Ruanda bestehe seit über 35 Jahren eine lebendige Partnerschaft, berichtet Pfarrer Jerzembeck-Kuhlmann. Das habe sich auch bei der Reise gezeigt, die unter anderem von der Evangelischen Kirche im Rheinland und dem Evangelischen Kirchenkreis Düsseldorf unterstützt wurde.

Zum Bau des Bildungshauses in Gitarama haben Spenden und Zuschüsse der Vereinten Evangelischen Mission (VEM), des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf und von Schülerinnen und Schülern des Düsseldorfer Theodor-Fliedner-Gymnasium beigetragen. Das Haus wird künftig Ort der Begegnung und der Weiterbildung für kirchliche Mitarbeiter sein und internationalen Besuchergruppen als Gästehaus zur Verfügung stehen.

Als einen emotionalen Höhepunkt beschreibt Pfarrer Jerzembeck-Kuhlmann den Besuch eines Flüchtlingslagers in der Nähe der Grenze zum Kongo. Männer, Frauen und Kinder fänden dort Zuflucht vor den Gräueln des Krieges im Ost-Kongo. Das Lager bestehe seit 2006 und sei mittlerweile auf mehr als 18.000 Menschen angewachsen. Die Flüchtlinge lebten unter einfachsten Verhältnissen.

Im Psychosozialen Zentrum Amahoro des Gefängnisses in Gitarama erlebte die Gruppe die Arbeit für inhaftierte Frauen und ihre kleinen Kindern. Viele der Frauen seien Täterinnen des Genozids von 1994, berichtet die Gruppe.

Die Reisegruppe besuchte außerdem Schulen, Gemeinden und Projekte, die der Evangelische Kirchenkreis Düsseldorf seit vielen Jahren unterstützt. Es gab Gespräche über die aktuelle Situation und Entwicklung in Ruanda, darunter mit dem dortigen Bildungsminister und dem deutschen Botschafter in der Hauptstadt Kigali. Für die Jugendlichen ergaben sich zudem Gelegenheiten zum Austausch mit jungen Menschen aus Ruanda.

Einen Reisebericht gibt die Gruppe am Freitag, 30. August, 18 Uhr im Paul-Gerhardt-Haus, Heerdter Landstraße 30, in Düsseldorf.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 20. August 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 20. August 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / rtm / Foto: privat / 20.08.2013



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