Landeskirchenamt

Neuer Landespfarrer für die fremdsprachigen Gemeinden

„Ich war selbst in einer Gemeinde anderer Sprache und Herkunft.“ Das berichtet der neue Landespfarrer für die Gemeinden anderer Sprache und Herkunft, Markus Schaefer.

Landespfarrer Markus Schaefer LupeLandespfarrer Markus Schaefer

Am 15. Februar hat der Theologe seinen Dienst im Landeskirchenamt in Düsseldorf aufgenommen. Zuvor, von 2002 an, hat der 45-Jährige zusammen mit seiner Frau als Pfarrer der deutschsprachigen Gemeinde in Paris gearbeitet. Aus diesen Jahren an der Christuskirche in der Rue Blanche bringt Schaefer nicht nur die Erfahrung mit, in einem Kontext außerhalb der Heimatkirche zu leben. Erlebt hat er auch „sehr viele Kontakte zur Kirchen aus aller Welt“.

Von der Seine an den Rhein: Aus Paris hat Schaefer auch die Erfahrung mitgebracht, wie Christentum in einer säkularisierten Welt besser sichtbar werden kann. Für den Stadtbezirk, zu dem die Christuskirche gehört, hat er ein jährliches Treffen aller christlichen Kirchen des 9. Arrondissement mitbegründet, was wiederum Kreise zog. So singt der Chor der Christuskirche jetzt regelmäßig zusammen mit einem katholischen und einem Chor von Madegassen. „Die ökumenischen Beziehungen wachsen über die persönlichen Kontakte.“

Für Schaefer ist klar, Ökumene funktioniert auch ohne Flugzeug: „Wir haben die weltweite Ökumene in unseren Gemeinden.“ Diese Ökumene gelte es zu leben, statt nur stillschweigend zur Kenntnis zu nehmen, dass irgendwo in der Nachbarschaft afrikanische oder asiatische Gemeinden Gottesdienst feiern. In der Tat: Sie feiern in einer Fabriketage, mietweise in einem stillgelegten Bahnhof oder als Gäste in einer Kirchengemeinde. Sie beten auf Englisch, Koreanisch oder Portugiesisch, sie kommen aus Ghana und sprechen Twi, andere stammen aus Kamerun oder Nigeria, Vietnam oder Indonesien.

Ein Beitrag zur Integration

Schaefers Kernaufgabe ist die Förderung der Kontakte von Kirchengemeinden und Migrationskirchen. Durch seine Stelle und „die vielen guten Dinge, die es bereits gibt“, leiste die Kirche zudem einen Beitrag zur Integration. „Ich trage praktisch dazu bei, dass sich Menschen in unserem Land wohler fühlen“, unterstreicht der Theologe.

Möglichst ein flächendeckendes Netz von Kontaktmenschen in den Landeskirchen, also so etwas wie Regionalbeauftragte schaffen, gehört zu Schaefers Arbeitsplänen. Außerdem wird er die Kurse „Kirche im interkulturellen Kontext (kikk)“ begleiten.

Der neue Landespfarrer hat mit seiner Frau Claudia Weik-Schaefer zwei Söhne. Theologie hat er in Bonn, Heidelberg, Göttingen und Wuppertal studiert. Vor dem Dienst in Paris war er Gemeindepfarrer in Rheinbach.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 23. Februar 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 1. März 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 23.02.2011



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