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Luisa aus der sechsten Klasse mit ihrem Spendenkoffer. Luisa aus der sechsten Klasse mit ihrem Spendenkoffer.

Tag des sozialen Engagements

Fast 18.000 Euro gesammelt

Dass der Tag des sozialen Engagements auch in Corona-Zeiten funktioniert, haben die Schülerinnen und Schüler des Amos-Comenius-Gymnasiums bewiesen: Sie sammelten 17.654,96 Euro an Spenden für ein Projekt im Senegal.

Normalerweise geht der Tag des sozialen Engagements am landeskirchlichen Amos-Comenius-Gymnasium in Bonn so: Schülerinnen und Schüler verrichten an diesem Tag einen sozialen Dienst, bei dem sie etwas Geld bekommen, das in den großen gemeinsamen Spendenpool einfließt. Viele verkaufen selbstgemachte Speisen in der Nachbarschaft oder jobben bei Firmen und Bekannten.  Aber was ist in diesem Jahr schon normal?

 

Digital statt analog

 

Und so musste diesmal Vieles wegen der Corona-Pandemie entfallen – es sei denn, die Schüler und Schülerinnen halfen zuhause in der eigenen Familie. So hat etwa der Siebtklässler Tjark einen eigenen Spendenlauf gestartet und dabei 150 Euro von Verwandten erlaufen. Lina hat Kuchen gebacken und Carolin Grußkarten gebastelt und verkauft. Weil aber vieles bei der diesjährigen Spendensammlung eben nicht analog ging, sprang die Schulgemeinde umso engagierter ein und sammelte die fast 18.000 Euro für nachhaltige Projekte in Guédé im Senegal mittels einer digitalen Schulplattform ein.

 

Der „Nord-Süd-Kreis“ hat die Werbetrommel gerührt

 

Mit der senegalesischen Partnerorganisation EndaPonat in Dakar unterstützt das Amos-Comenius-Gymnasium u. a. eine Schule in der Sahelzone in Westafrika, einem der trockensten Landstriche der Welt, mit nachhaltigen Projekten zur Erschaffung eigener Lebensgrundlagen und dem Ausbau der Bildung vor Ort. Am Amos-Comenius-Gymnasium kümmert sich der „Nord-Süd-Kreis“ um die Pflege der Beziehungen zum Senegal und hat dafür entsprechend die Werbetrommel gerührt.

 

Weite Wege für die Schulbildung

 

Gerade in dem vom Corona-Virus schwer getroffenen westafrikanischen Land, in dem viele Menschen zurzeit kein Geld verdienen können, ist es wichtig, dass die Hilfe weitergeht, um das Leben der Menschen dort menschenwürdig zu gestalten: angefangen von der Ernährung bis hin zum Recht auf Bildung. Letzteres ist für die Kinder und Jugendlichen am „Amos“ eine Selbstverständlichkeit, während es in Afrika eher ein Privileg ist, für das nicht wenige Schüler und Schülerinnen in Guédé oft kilometerweite Schulwege zu Fuß auf sich nehmen. Jan aus der 7. Klasse an der Bonner Schule hat für jeden der von ihm gelaufenen 18 Kilometer jeweils einen Euro an Spendengeld eingenommen. So haben sich die weiten Wege für alle Beteiligten gelohnt.

 

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ekir.de / Nils Klatte/Jens Peter Iven, Foto: Nord-Süd-Kreis / 01.09.2020



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