Lieder zur Erwachsenentaufe

Wolkenfelder-Lied auf Platz eins

„Wolkenfelder auf dem nassen Gehweg“ lautet das Tauflied, das den ersten Preis des Wettbewerbs Lieder zur Taufe von Jugendlichen und Erwachsenen gewonnen hat.

Vizepräses Petra Bosse-Huber und Präses Nikolaus Schneider mit Gewinnern des Taufliederwettbewerbs für Erwachsene: Christoph Spengeler(Remscheid, v.l.), Christof Struck (Wrestedt), Dr. Gertrud-Marina Schendel (Uelzen) und Prof. Dr. Okko Herlyn (Duisburg). LupeVizepräses Petra Bosse-Huber und Präses Nikolaus Schneider mit Gewinnern des Taufliederwettbewerbs für Erwachsene: Christoph Spengeler(Remscheid, v.l.), Christof Struck (Wrestedt), Dr. Gertrud-Marina Schendel (Uelzen) und Prof. Dr. Okko Herlyn (Duisburg).

Der Preis geht an Pfarrerin Dr. Gertrud-Marianne Schendel (Uelzen), die den Text geschrieben hat, und Kirchenmusiker Christof Struck (Wrestedt), der ihn vertont hat. Vizepräses Petra Bosse-Huber am Montagabend bei der Preisverleihung in der Düsseldorfer Johanneskirche: „Es geschieht oft, dass sich Jugendliche während der Konfirmandenzeit taufen lassen, und auch die Taufe von Erwachsenen ist gar nicht selten. Dafür eignen sich aber unsere klassischen Tauflieder nicht, die meist von der Säuglingstaufe ausgehen.“ Rund 200 Lieder wurden bei dem Wettbewerb eingesandt.

Der Text des erstplatzierten Liedes arbeitet mit einem ungewöhnlichen Bild: Wolkenfelder, die sich auf dem nassen Asphalt des Bürgersteigs widerspiegeln – das Gehen über diese schimmernden Wolkenfelder ist wie ein Wandern im Himmel. Es gehe um die Verbindung von Erde und Himmel auf den Glaubenswegen, die Getaufte mit Gott gehen, so Bosse-Huber. Im Lied heißt es: „Meine Taufe wird lebendig mitten auf dem Wolkenweg." Diese Verbindung bleibe bestehen, auch im Alltag und auch in dunklen Tagen, so Bosse-Huber. "Am Ende der dritten Strophe heißt es: ,Doch es bleibt in mir ein Stück Freiheit, Singen, Himmelsglück’.“

Die Kaiserswerther Kantorei sang bei der Preisverleihung das Gewinnerlied ?Wolkenfelder auf dem nassen Gehweg?. Bild-LupeDie Kaiserswerther Kantorei sang bei der Preisverleihung das Gewinnerlied ?Wolkenfelder auf dem nassen Gehweg?.

Die Melodie passe gut zu den Bildern von Wolkenfeldern und Himmelsglück. Durch ihren ungewöhnlichen Fünf-Viertel-Takt unterstreiche sie die ausgemalte Luftigkeit und Helligkeit. Die Dynamik des Taufweges werde durch die Melodie singbar und spürbar lebendig.

Zweiter Preis für Okko Herlyn

Auf Platz zwei kam Prof. Dr. Okko Herlyn mit seinem Lied „Ich sage Ja zu dem, der mich erschuf“. Der Professor für Praktische Theologie an der Ruhr-Universität Bochum, der auch als Kabarettist bekannt ist, schrieb dabei sowohl den Text als auch die Melodie. Den dritten Preis hat die Jury geteilt: Für den Text des Liedes „Gott, ich muss dir mal was sagen“ ging er an Pfarrer Wieland Bopp-Hartwig aus Boxberg. Kantor Christoph Spengler aus Remscheid erhielt ihn für die Melodie des Liedes „Gemeinsam auf dem Weg“. Die 13 besten Lieder aus dem Wettbewerb werden in einem Heft für den Einsatz in den Kirchengemeinden veröffentlicht.

Dass der Bedarf an Liedern für Erwachsenentaufen wächst, zeigt die kirchliche Statistik: Wurden vor rund dreißig Jahren (1980) in der rheinischen Kirche „nur“ 1.226 Jugendliche und Erwachsene getauft, stieg deren Zahl auf 2.020 im Jahr 2009 an. Damit liegt der Anteil der Taufen von Erwachsenen bei inzwischen knapp zehn Prozent.

Ausgeschrieben war der Taufliederwettbewerb zum "Jahr der Taufe" 2011. Die fünfköpfige Jury bildeten die Wuppertaler Theologin Sylvia Bukowski, Landeskirchenmusikdirektor Ulrich Cyganek, Kirchenmusikdirektor Thomas Schmidt, Kirchenrat Eckart Schwab, und Kirchenmusikdirektor Hans Wülfing. Sie freue sich, dass sich in dem Liederwettbewerb das ausklingende Themenjahr Taufe und das kommende Themenjahr Kirchenmusik verknüpfen, betonte Vizepräses Bosse-Huber.

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 28. November 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 29. November 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / jpi, neu, Foto Sergej Lepke / 28.11.2011



© 2019, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.