Wanderausstellung

Von Abraham und Sara bis zu Migranten heute

„Gott mag die Ausländer“ heißt eine Wanderausstellung des Evangelischen Bibelwerks im Rheinland. Ab Mitte Januar 2013 geht sie durch Kirchengemeinden und Schulen.

Um die Aktualität der Bibel geht es in der Ausstellung LupeUm die Aktualität der Bibel geht es in der Ausstellung "Gott mag die Ausländer".

Die Ausstellung fragt nach den biblischen Herausforderungen zum Umgang mit Ausländerinnen und Ausländern in Deutschland. Die Bilder zeigen Menschen, die ihre Heimat verlassen haben, um in Europa eine bessere Zukunft zu finden. „Wir wollen mit dieser Ausstellung über die Situation von Flüchtlingen heute bei uns ins Gespräch kommen“, sagt der Geschäftsführer des Bibelwerks, Dr. Christoph Melchior.

Themen sind prominente Fremde in der Bibel, biblische Gebote zum Schutz von Ausländerinnen und Ausländern sowie Gastfreundschaft. So wird im ersten Teil von Abraham und Sara erzählt. Sie seien Zeit ihres Lebens Migranten gewesen, heißt es. Ein weiterer Fremder in der Bibel ist Josef, der von seinen eigenen Brüdern verkauft durch Schlepper nach Ägypten kommt. Seine Geschichte im Reich des Pharao wird als gelungene Integration beschrieben.

Aktualität biblischer Gebote

Außerdem werden zum Beispiel vom Weg des Volkes Israel aus Ägypten in die Freiheit des Gelobten Landes und von der Gastfreundschaft aus dem alttestamentlichen Buch Rut erzählt. Aus dem Neuen Testament sind unter anderem die Flucht der Familie Jesu nach Ägypten und der Weg der ersten verfolgten Christen bis nach Phönizien, Zypern und Antiochia dargestellt.

Dr. Christoph Melchior Bild-LupeDr. Christoph Melchior

Wichtig ist den Ausstellungsmachern die Aktualität der biblischen Gebote für den Umgang mit Fremden in der Gegenwart. So heißt es im 2. Buch Mose, Kapitel 12, Vers 49: „Ein und dasselbe Gesetz gelte für den Einheimischen und den Fremdling, der unter euch wohnt.“ Nachdrücklich wird dagegen auf die aktuelle Situation von Migrantinnen und Migranten in Europa hingewiesen. „Im unteren Teil der Tafeln wird die Geschichte von Flucht, Vertreibung, Auffanglagern, Asyl und schwieriger Integration erzählt“, erläutert Melchior.

Durchgängig zweisprachige Tafeln

Die Ausstellung lässt sich nach Ansicht des Bibelwerks gut mit einem Begleitprogramm in den Gemeinden und Schulen kombinieren. Dazu können Informationen zu örtlichen Initiativen gegen Fremdenfeindlichkeit und die Ausstellung von Dokumenten einer Flucht gehören − oder auch Bibeltexte in unterschiedlichen Sprachen und eine Weltkarte mit markierten Ländern für die Herkunftsstaaten der Migranten im Stadtteil.

Die Wanderausstellung besteht aus zwölf Ausstellungstafeln auf wetterfesten Roll-up-Displays (80 mal 200 Zentmeter). Die Texte sind durchgängig in Deutsch und Englisch wiedergegeben. Die Österreichische Bibelgesellschaft hat die Schau entwickelt und beim Bibelwerk in Wuppertal wurde sie auf die eigenen Bedürfnisse angepasst. Sie wird vor der Tour bei der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland vom 6. bis 12. Januar 2013 in Bad Neuenahr präsentiert. Aktuelle Termine und Informationen zur Ausleihe gibt es auf der Website des Evangelischen Bibelwerks im Rheinland.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 4. Dezember 2012. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 6. Dezember 2012. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / rtm / Fotos: Ev. Bibelwerk im Rheinland / 04.12.2012



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