EKiR von A-Z
EKiR von A-Z Themen, Arbeitsfelder, kirchliche Einrichtungen von A-Z mehr

NRW-Landtagsabgeordnete von CDU, SPD, FDP und Grünen sowie Vertreter der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Evangelischen Kirche von Westfalen besuchten die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. NRW-Landtagsabgeordnete von CDU, SPD, FDP und Grünen sowie Vertreter der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Evangelischen Kirche von Westfalen besuchten die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem.

Politikerreise nach Israel

„Verbreitung des Antisemitismus in Deutschland nicht zulassen“

Abgeordnete des nordrhein-westfälischen Landtags und Vertreter der evangelischen Kirchen in NRW haben in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem der sechs Millionen ermordeten Juden gedacht.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Kutschaty nannte Yad Vashem eine Mahnung, sich dafür einzusetzen, dass solche Verbrechen nicht noch einmal geschehen. „Wir machen uns alle schuldig, wenn wir zulassen, dass Antisemitismus in Deutschland wieder verbreitet wird.“

Erinnerung an das grausamste Ereignis in der deutschen Geschichte

Yad Vashem ist die älteste und bedeutendste Gedenkstätte, die an die nationalsozialistische Judenvernichtung erinnert und sie wissenschaftlich dokumentiert. Jedes Jahr kommen mehr als zwei Millionen Besucher. Der Ort stehe für das grausamste Ereignis in der deutschen Geschichte, sagte Kutschaty. „Deshalb ist es wichtig, dass alle, die Verantwortung tragen, und am besten jeder Deutsche diese Gedenkstätte besucht.“

Israelische Regierung empfängt keine AfD-Abgeordneten

Verständnis äußerte der SPD-Politiker für die Entscheidung der israelischen Regierung, keine deutschen Delegationen mit AfD-Abgeordneten zu empfangen. Eine für Ende August geplante Reise des Digitalausschusses des NRW-Landtags, bei der auch ein Aufenthalt in Yad Vashem geplant war, wurde deshalb abgesagt. „Wir alle wollen ungern gemeinsam mit Abgeordneten verreisen, die einer rechtsextremen Partei angehören, bei der wir Zweifel haben, wie demokratisch sie verfasst ist“, sagte Kutschaty. Auf der anderen Seite müssten Parlamente selbst entscheiden, mit wem sie verreisen, unterstrich der SPD-Politiker. „Ich habe viel Verständnis für die Verstörungen und Verwirrungen auf beiden Seiten und hoffe, dass wir bald eine Lösung finden, wie man so etwas künftig regeln kann.“

Zu Besuch im christlichen Dorf Nes Ammim

Kutschaty hält sich zusammen mit Abgeordneten von CDU, FDP und Grünen sowie Vertretern der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Evangelischen Kirche von Westfalen in Israel auf. Die Delegation besuchte unter anderem das christliche Dorf Nes Ammim im Norden Israels und sprach mit Freiwilligen der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste.

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

 

ekir.de / Text: epd / Ingo Lehnick / Foto: epd / 25.09.2019



© 2019, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.