Landessynode 2018

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Wahlzettel in Wahlurne Durch das Gesetz können Kirchenkreise und -gemeinden künftig per Verordnung neue Modelle ausprobieren: Zum Beispiel in der Verfahrensweise bei Presbyteriumswahlen.

Landessynode 2018

Freiräume, um Neues ausprobieren zu können

Die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland hat ein Erprobungsgesetz beschlossen. Kirchenkreise,  -gemeinden und Verbände können mit Inkrafttreten des Gesetzes leichter Ideen und Veränderungsvorschläge zur Vereinfachung von kirchlichen Abläufen und Verfahren ausprobieren und Modellversuche starten.

Ideen zur Veränderung und Vereinfachung kirchlicher Arbeit sollen künftig leichter erprobt werden können. Das hat die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland auf ihrer Tagung in Bad Neuenahr am Freitag in einem neuen Gesetz beschlossen. Es ermöglicht der Kirchenleitung für bestimmte Themen zeitlich und örtlich begrenzte Ausnahmen von kirchlichem Recht zuzulassen, wenn sie der Erprobung dienen. Ziel solcher Testphasen ist es, herauszufinden, ob eine Maßnahme geeignet ist, Aufsichtsorgane und Verwaltungen zu entlasten oder den Gestaltungsspielraum für Kirchengemeinden, Kirchenkreise und Verbände zu verbessern und in geltendes Recht umgesetzt werden sollte.

Um eine veränderungsfähige Kirche zu werden, müsse nicht immer gleich nach Lösungen für die Gesamtkirche gesucht werden, erklärte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, in seinem Bericht an die Landessynode. „Es reicht, wenn wir Freiräume schaffen, damit Neues versucht werden kann.“ Dazu seien Modelle und Experimentierfreude nötig. So können etwa einzelne Gemeinden oder Kirchenkreise eine vereinfachte Verfahrensweise bei der Wahl des Presbyteriums ausprobieren, ohne dass gleich für die ganze rheinische Kirche Neuregelungen getroffen werden müssen. Ausnahmen für Erprobungen können sich darüber hinaus auf die Zusammenarbeit kirchlicher Körperschaften, die Ersetzung konkreter Regelungen durch Rahmensetzungen, die Ausübung von Aufsicht und die Aufgabenwahrnehmung durch kirchliche Verwaltungen beziehen. 

Erfahrungen von Erprobungen dokumentieren und auswerten

Vorschläge für Erprobungen können durch Kirchengemeinden, Kirchenkreise, Verbände oder die Kirchenleitung eingebracht werden. Dabei hat die Erprobung im Einvernehmen mit der kirchlichen Körperschaft, für die die Ausnahme gilt, zu erfolgen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die zu erprobende Regelung keinen gesamtkirchlichen Interessen entgegensteht. Dann erlässt die Kirchenleitung die entsprechend notwendige Verordnung.

Das Erprobungsgesetz tritt für einen Zeitraum von fünf Jahren am Tag nach seiner Verkündung im Kirchlichen Amtsblatt in Kraft. Die Erprobungen selbst, die in diesem Zeitraum eingebracht werden können, sind längstens auf fünf Jahre befristet. Die Kirchenleitung dokumentiert die gemachten Erfahrungen und wertet sie im Anschluss für die Landessynode aus.

 

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ekir.de / sbe, Foto: epd-bild / Bertold Fernkorn / 12.01.2018



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