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Jugend- und Familienarmut Die Forderungen der Jugendsynode zu Jugend- und Familienarmut werden bid zur nächsten Landessynode weiterentwickelt. ©Harald07 - stock.adobe.com

Landessynode 2019

Jugend- und Familienarmut: Forderungen werden weiterentwickelt

Die Landessynode unterstützt die Forderungen der Jugendsynode, die in ihrem Leitpapier zur „Jugend- und Familienarmut“ ein verstärktes Engagement der Kirche gefordert hat. Zur Landessynode im Januar 2020 will die Landeskirche dazu unter Beteiligung von jungen Menschen eine fundierte Stellungnahme erarbeiten.

In Gemeinden, Kirchenkreisen und Einrichtungen sollen in der Auseinandersetzung mit dem Thema jeweils regionale Schwerpunkte gesetzt werden. Außerdem will man Good- und Best-Practice Beispiele für die Arbeit von Gemeinden und Einrichtungen zur Förderung von Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Familien sammeln.

Themen des Beschlusses der Jugendsynode waren unter anderem die Umsetzung der von den Vereinten Nationen beschlossenen Kinderrechte und eine Existenzsicherung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die gesellschaftliche Teilhabe gewährleistet.

Im Leitpapier forderte die Jugendsynode die Kirche auf, sich für niederschwellige lokale Servicestellen einzusetzen, die Kinder, Jugendliche, Eltern und Familien beraten und unterstützen. Die Jugendsynode beklagte, dass die Kinderarmutszahlen in Deutschland seit Jahren auf hohem Niveau sind und der Schulerfolg von Kindern weiter wesentlich von Bildungsgrad und sozialem Status der Eltern abhängt. Junge Menschen von 18 bis 24 Jahren sind nach Ansicht der Jugendsynode am stärksten durch Armut gefährdet. Positiv hat die Jugendsynode die Offene Kinder- und Jugendarbeit in evangelischer Trägerschaft bewertet.

Der Beschluss der Landessynode nimmt auch die eigene Stellungnahme zur Kinderarmut von 2012 auf und entwickelt sie weiter. Darin sprach sich die Landeskirche für eine Kindergrundsicherung aus und forderte eine verbesserte Infrastruktur bei Kindertagesstätten, Schulen, Familienbildung und -beratung.

 

 

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ekir.de / Ralf Thomas Müller / 10.01.2019



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