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Zahlreiche Beschlüsse gefasst: Übersicht im Internet

Landessynode der rheinischen Kirche ist zu Ende gegangen

Pressemitteilung Nr. 36/2014

Am Nachmittag ist die 66. ordentliche Tagung der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland in Bad Neuenahr zu Ende gegangen. In ihren sechstätigen Beratungen haben die 214 stimmberechtigten Vertreterinnen und Vertreter aus den 38 Kirchenkreisen zwischen Emmerich und Saarbrücken zahlreiche Vorlagen beraten und Beschlüsse gefasst. So wählten die Mitglieder des obersten Leitungsgremiums der rheinischen Kirche Oberkirchenrat Christoph Pistorius (51) zum neuen Vizepräses.

Seelsorge im Zusammenhang mit Suizid

Intensiv hatten sich die Synodalen mit Fragen der seelsorglichen Begleitung im Zusammenhang mit Suizid beschäftigt. Am Ende beschlossen sie eine Handreichung mit der Überschrift „Niemand nimmt sich gern das Leben“. Betont wird in der Handreichung die Aufgabe der Seelsorge, gerade auch Menschen nicht allein zu lassen, die einen Suizid erwägen. Dies bedeute nicht, den Suizid gut zu heißen. Seelsorge diene dem Leben, halte die Ambivalenz der Betroffenen mit aus und sei bestrebt, einem Todesverlangen entgegen zu wirken, heißt es in der Handreichung. Doch „trotz eines grundsätzlichen Neins zum Suizid gilt es den Menschen, die keinen Ausweg für sich sehen, mit Respekt und Empathie zu begegnen“. Die Not des Menschen solle im Mittelpunkt stehen und nicht das Urteil über ihn.

500.000 Euro für Flüchtlingsarbeit

Mit großer Mehrheit hat die Landessynode der Drucksache zur Flüchtlingsproblematik an den EU-Außengrenzen zugestimmt. Die dramatischen Ereignisse von Lampedusa mit über 500 Toten „sind nur die Spitze eines Leichenbergs“, so Kirchenrat Rafael Nikodemus. Inzwischen gehe es schon um mehr als 2500 Tote an den EU-Außengrenzen, dazu komme noch die Dunkelziffer, sagte Nikodemus, der den Bericht zur Flüchtlingsproblematik an den EU-Außengrenzen vorstellte. „Das ist ein Skandal, mit dem wir uns nicht abfinden können und werden.“

Im Hinblick auf die dramatische Lage in Syrien fordert die Landessynode eine Aufnahme von 100.000 Flüchtlingen aus humanitären Gründen. 100.000 Flüchtlinge wären der politischen Verantwortung und der Wirtschaftskraft der Bundesrepublik angemessen. Dabei ist nicht die genaue Zahl entscheidend, die Zahl stehe für die Dimension, in der Flüchtlinge aufgenommen werden sollten, erläuterte Nikodemus.

Allen Spardiskussionen zum Trotz hat die Landessynode beschlossen, 500.000 Euro für die Flüchtlingsarbeit zur Verfügung zu stellen. Das Geld soll zur Hälfte für Flüchtlingsarbeit im Bereich der rheinischen Kirche und zur anderen Hälfte für Hilfsprojekte mit ökumenischen Partnern in den Krisenregionen am Rande der EU zur Verfügung gestellt werden.

Kürzungen in Millionenhöhe beschlossen

Bei zwei Enthaltungen und ohne Gegenstimmen hat die Landessynode die Kürzungsvorschläge des Prozesses „Aufgabenkritik“ in Höhe von mehr als acht Millionen Euro beschlossen. Von etwa 150 Vorschlägen der ursprünglichen Beschlussvorlage waren nur zehn strittig gewesen und geändert worden. Mit diesen Kürzungen wird eine Sparquote von 15 Prozent auf den Anteil am landeskirchlichen Haushalt erzielt, der aus Kirchensteuermitteln finanziert wird – knapp 60 Millionen Euro. Das ist die Höhe der Umlage, mit der die 732 Kirchengemeinden, die in der rheinischen Kirche die Kirchensteuern einnehmen, die Arbeit auf Ebene der Landeskirche finanzieren. Von diesen Kürzungsbeschlüssen sind die Kirchenkreise und Gemeinden nicht unmittelbar betroffen.

Nach einer Neubewertung der Finanzlage hatte die Kirchenleitung die Synodalen im Sommer vergangenen Jahres darüber informiert, dass die Sparanstrengungen beschleunigt und ausgeweitet werden müssten. So sollen nun bis zur Landessynode 2015 Vorschläge erarbeitet werden, um weitere zwölf Millionen Euro aus dem landeskirchlichen Haushalt zu streichen. Beide Prozesse zusammen sollen so ein Einsparvolumen von 20 Millionen Euro bringen.

Eine Kurzzusammenfassung der Beschlüsse gibt es hier:

http://www.ekir.de/www/ueber-uns/beraten-und-beschlossen-17437.php

Umfangreiche Berichte über die rheinische Landessynode im Internet unter:

http://www.ekir.de/landessynode

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 21. Januar 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 21. Januar 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

Bad Neuenahr / EKiR-Pressestelle / 21.01.2014



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