EKiR von A-Z
EKiR von A-Z Themen, Arbeitsfelder, kirchliche Einrichtungen von A-Z mehr

Foto: Kirchenkreis Duisburg Die Duisburger Kreissynode arbeitete 2019 zum Schwerpunktthema Frieden.

Ökumene

Frieden

Das Leitbild des Gerechten Friedens ist grundlegender programmatischer Bestandteil kirchlicher und ökumenischer Positionsbestimmungen. Es fordert zur politischen Durchsetzung heraus. Dieser Aufgabe hat sich auch die Evangelische Kirche im Rheinland verpflichtet.

In ihrer Kirchenordnung sagt die rheinische Kirche ausdrücklich: „Sie nimmt den ihr aufgegebenen Dienst im öffentlichen Leben wahr. Sie tritt ein für die Beachtung der Gebote Gottes, für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung und die Heiligung des Sonntags und der kirchlichen Feiertage“ (Kirchenordnung, Artikel 1, Absatz 6)

Friedenswort 2018: „Auf dem Weg zum gerechten Frieden – Impulse zur Eröffnung eines friedensethischen Diskurses anlässlich des Endes des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren“

Das Friedenswort versteht den gerechten Frieden nicht als die bloße Abwesenheit von Krieg, sondern als ein umfassendes konstruktives Programm, um zum Frieden in vier alltäglichen Dimensionen einzuladen: zum Frieden in der Gemeinschaft, mit der Erde, in der Wirtschaft und zwischen den Völkern. Ein gerechter Friede kann nicht als ein zukünftig abschließbares Vorhaben verstanden werden. Der gerechte Friede ist vielmehr ein offener, geschichtlich-dynamischer Veränderungsprozess mit immer neuen Anstrengungen zur Überwindung der sich wandelnden Ursachen von Unfrieden, welche sind: Not, Gewalt, Unfreiheit und Ungerechtigkeit. Es geht um die Überwindung von destruktiver Aggressivität aus Angst. Dieser Prozess schließt Rückschläge nicht aus. Er nimmt die jeweilige reale Situation als Ausgangspunkt für neue Bemühungen. Leitplanken in diesem Prozess sind weltweit geltende Normen und Werte wie Demokratie und Menschenrechte, die Forderung nach einer Weltinnen- und Weltordnungspolitik und ein abgestimmtes Handeln trotz unterschiedlicher Interessen.

Die Evangelische Kirche im Rheinland steht in Kirchengemeinschaft mit der United Church of Christ in den USA, die sich als „Kirche des Gerechten Friedens“ versteht. Mit den drei Partner-Conferences (Penn Central Conference, Southern Conference, Wisconsin Conference) besteht ein geregelter Austausch, auch zu Fragen der Gerechtigkeit und des Friedens.

Die Landessynode hat dazu eingeladen, Rückmeldungen aus dem friedensethischen Diskurs zum Friedenswort als Diskussionsimpuls einzusenden, spätestens bis zum 30.Juni 2020 an Kirchenrätin Pfarrerin Anja Vollendorf oder Sabine Benk.

Das Friedenswort mit einem Brief von Präses Manfred Rekowski sowie den Beschlüssen der Landessynode steht als Broschüre zum Download bereit.

Die Kirchenleitung hat eine AG Friedensarbeit (AGF) eingesetzt, in der die Aktivitäten der Regionen, auf landeskirchlicher Ebene und von Friedensfachdiensten und –organisationen koordiniert und profiliert werden. Die in der AGF vertretenen Regionen entsprechen den Regionen des Gemeindedienstes für Mission und Ökumene (GMÖ); er bildet die organisatorische Struktur für die regionale Friedensarbeit. Die AGF bereitet die jährlich stattfindende rheinische Friedenskonferenz vor, sie tagt am jeweils ersten Mittwoch im März.

In Begleitung des Prozesses zum Friedenswort lädt sie auf landeskirchlicher Ebene zu drei friedensethischen Studientagen in Kooperation mit der Evangelischen Akademie im Rheinland.

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

 

ekir.de / Foto: Kirchenkreis Duisburg / 28.04.2020



© 2020, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.