Das Flüchtlingsreferat des Evangelischen Kirchenkreises Oberhausen blickt mit Sorge auf die aktuelle Asylpolitik und auf den wachsenden Druck auf Menschen, die Geflüchtete unterstützen.
Bei einem Seminar im August 2025 befasste sich das Flüchtlingsreferat gemeinsam mit der Internationalen Frauengruppe des FEBW mit den unteilbaren Menschenrechten und der Genfer Flüchtlingskonvention. Die gemeinsame Überzeugung: Diese Rechte und Schutzpflichten müssen auch bei politischen Entscheidungen und Gesetzesreformen gewahrt bleiben.
Seit dem 12. Juni 2026 wird die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) angewendet. Nach den ersten 100 Tagen berichtet PRO ASYL unter anderem von übersehenen Schutzbedarfen und Problemen bei der Beratung in Grenzverfahren. Für das Flüchtlingsreferat unterstreichen diese Berichte, wie wichtig eine sorgfältige Prüfung jedes einzelnen Schutzgesuchs ist. (home-affairs.ec.europa.eu, proasyl.de)
Sorge bereitet dem Kirchenkreis auch die Lage in Sachsen-Anhalt. Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland prüft laut einem Bericht, Kirchenasyle zum Schutz der betroffenen Menschen und Gemeinden in andere Bundesländer zu verlagern. Hintergrund sind politische Ankündigungen, das Kirchenasyl zu unterbinden und Kirchen finanziell zu belangen. (sueddeutsche.de)
„Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass Geflüchtete Schutz finden und Menschen, die sie begleiten, ihre Arbeit ohne Einschüchterung leisten können“, sagt Evelyn Meinhard.
Weiterlesen: Zur Bilanz von PRO ASYL nach 100 Tagen GEAS · Zum Bericht über das Kirchenasyl in Sachsen-Anhalt