Zukunft von Kirche und Gemeinde – Wir gestalten gemeinsam
„Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht?“
(Jesaja 43,19)
Was, wenn diese alten Worte nicht nur die Vergangenheit, sondern die Gegenwart beschreiben? Wenn wir darauf vertrauen, dass sie auch heute wahr werden?
Dann dürfen wir erwartungsvoll auf die Zukunft von Kirche und Gemeinde blicken, zu der die Landessynode 2024 Impulse und Projekte angestoßen hat – ausgehend von den Erkenntnissen der Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung KMU6.
So steht im Zentrum des Reformprozesses das Zielbild der gemeindlichen Vielfalt. Eine Vielfalt, die auf unterschiedliche Lebenssituationen so eingeht, dass Glaube als tragend und Kirche als relevant erlebt wird.
Auf dieses Zielbild wirken folgende Projekte besonders hin, die die Kirchenleitung auf Vorschlag der synodal eingesetzten Vernetzungsgruppe 2025 als Schwerpunkte gesetzt hat:
- Mixed Ecology Church – verschiedene Umsetzungsschritte hin zur gemeindlichen Vielfalt. Im Fokus steht die Begleitung der Kirchenkreise in ihrer Zukunftsentwicklung. Konkret wird es u.a. in der Diskussion zu Kirchlichen Körperschaften.
mixed-ecology.ekir.de
- Mitgliederorientierung – erprobt wurden auch 2025 neue Kasualien, wie z.B. Pop-Up-Taufen, die auf Bedürfnisse von Familien treffen, die bislang weniger im Blick waren. 2026 schließen wir uns der bundesweiten Aktion einfach heiraten https://gottesdienst-kirchenmusik.ekir.de/inhalt/einfach-heiraten/Nach dem erfolgreichen Pre-Pilot wird das Projekt Mitgliederkommunikation ausgeweitet: 2026 können bis zu 100 Gemeinden mitmachen und ihre Mitglieder anlassbezogen, persönlich und digital gestützt begleiten – per Post oder E-Mail – entlang der Lebensreise. Näheres unter: www.ekir.de/inhalt/mitgliederkommunikation
- Leitungsformen – Aufgaben und Arbeitsweisen in gemeindlicher Vielfalt. In der Vorlage zu Kirchlichen Körperschaften wird dieses mit bearbeitet. Zudem wird die Presbyteriumswahl weiterentwickelt, z.B. die Wahl in der Gemeindeversammlung.
- Neuordnung pastoraler Tätigkeiten – klare, wirksame und entlastende Strukturen, Rollen und Aufgaben für beruflich Mitarbeitende und Ehrenamtliche.Konkretion erfolgt z.B. in Form einer neuen Vikar*innen-Ausbildungsverordnung, die eine Verkürzung des Vikariats auf zwei Jahre vorsieht. Darüber hinaus gibt es den Auftrag, in einer multiprofessionell besetzten Arbeitsgruppe auf Fragen und Impulse zur Neuordnung pastoraler Aufgaben, Ordination und Ämter in der EKiR zu antworten.
- Mitgliedschaftsformen – neue Wege für Zugehörigkeit und Teilhabe. Hierzu finden in Gespräche mit der EKD statt, die dafür theologisch und juristisch zuständig ist.
- Einnahmeperspektiven – zukunftsfähige Strukturen für unsere Arbeit durch neue Einnahmen ergänzend zur Kirchensteuer. Erste Ideen werden auf Machbarkeit geprüft.
Weitere Projekte lancieren das Zielbild. Diese wurden intensiv beraten sowie vernetzt bearbeitet. Ein Großteil mündet auf der Landessynode 26 in konkrete Beschlussvorlagen:
- Pfarrstellenrahmenplanung 2040 (Beschlussvorlage LS 26)
- Personalmarketing/Nachwuchsgewinnungskonzept (Beschlussvorlage LS 26)
- Rechtsfragen zu öffentlich- und privatrechtlichen Anstellungsverhältnissen (Beschlussvorlage LS 26)
- Anstellung von Pfarrpersonen auf KK-Ebene (Beschlussvorlage LS 26)
- neue Berufsbilder, z.B. Gemeindemanager*in (Beschluss LS 25)
- Anreize und Arbeit mit Kennzahlen
- Finanzstrategie 2030 (Beschlussvorlage LS 26)
- Aufgaben- und Struktur-Konzept für Kirchenkreise
- Verwaltung 2.0 (Beschlussvorlagen LS 26 für fünf Teilprojekte: Verwaltung 2035, Personal Services, Finanzen, Bauen und Liegenschaften, Friedhöfe)
Auf dieser Seite finden Sie nach und nach Infos zu den Projekten, sowie Updates zu den Projekten, die aus dem Positionspapier E.K.I.R. 2030 der Kirchenleitung resultieren.
Es herrscht also Aufbruchstimmung in unserer Kirche. Dabei müssen wir immer wieder genau schauen, was trägt. Wo müssen wir neue Wege ausloten? Welche Folgen haben die Veränderungen? Und wie schaffen wir Hoffnung und relevante Glaubensvermittlung? So gehen wir die nächsten Schritte gemeinsam, im Vertrauen darauf, dass Gott selbst dieses Neue wachsen lässt.