In einer außergewöhnlichen Atmosphäre haben zahlreiche Besucherinnen und Besucher am Sonntag, 6. September 2026, einen ökumenischen Gottesdienst im Oberhausener Gasometer gefeiert. Unter dem Titel „Hast du erkannt, wie weit die Erde ist“ fand der Gottesdienst im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Mythos Wald“ statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Oberhausen (ACK).
Eine besonders eindrucksvolle Kulisse bot die Installation „Der Baum“, die den Gasometer in einen außergewöhnlichen Gottesdienstraum verwandelte. Die Verbindung von Ausstellung, Musik, Gebet und geistlichen Impulsen verlieh dem Gottesdienst eine ganz besondere Atmosphäre.
Superintendent und ACK-Vorsitzender Joachim Deterding bedankte sich bei der Gasometer Oberhausen GmbH dafür, dass die christlichen Kirchen Oberhausens erneut die Möglichkeit erhalten hatten, an diesem besonderen Ort gemeinsam Gottesdienst zu feiern.
Zugleich würdigte Deterding den ökumenischen Charakter der Veranstaltung: „Ich freue mich, dass so viele Menschen unterschiedlicher christlicher Konfessionen hier sind, um gemeinsam zu beten und zu singen.“
Der Titel des Gottesdienstes „Hast du erkannt, wie weit die Erde ist“ griff eine Frage aus dem biblischen Buch Hiob auf. Passend zur Ausstellung „Mythos Wald“ stand dabei das Verhältnis des Menschen zur Schöpfung im Mittelpunkt. Die Schönheit und Verletzlichkeit der Natur sowie die Verantwortung für ihren Erhalt wurden in verschiedenen Beiträgen des Gottesdienstes aufgegriffen.
Musikalisch führte Kreiskantor Danny Neumann durch die Veranstaltung und schaffte es, das Publikum aktiv in seine Musikbeiträge einzubeziehen. Im Anschluss an den Gottesdienst hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, die faszinierende Ausstellung „Mythos Wald“ zu erleben und bei Sonnenuntergang vom Dach des Gasometers den beeindruckenden Panoramablick über das westliche Ruhrgebiet zu genießen.
Gasometer-Geschäftsführerin Jeanette Schmitz: „‚Mythos Wald‘ lädt dazu ein, die Natur mit neuen Augen zu betrachten und sich mit ihrer Schönheit und Verletzlichkeit auseinanderzusetzen. Dass dieser Gedanke beim Gottesdienst aufgegriffen wurde, hat uns besonders gefreut. Der Abend hat gezeigt, wie lebendig und bereichernd die Verbindung von Kultur, Spiritualität und gesellschaftlicher Verantwortung sein kann.“
Die große Resonanz und die besondere Atmosphäre machten den ökumenischen Gottesdienst für die ACK zu einem vollen Erfolg. Der Gasometer erwies sich dabei einmal mehr als außergewöhnlicher Ort, an dem Glaube, gesellschaftliche Fragen und die gemeinsame Verantwortung für die Schöpfung miteinander in Verbindung gebracht werden konnten.
Fotos: Dirk Böttger
