In der fairen Woche, dem bundesweiten Aktionszeitraum des Fairen Handels (in diesem Jahr vom 11. bis zum 25. September), lädt ein Mülheimer Veranstalterbündnis dazu ein, lokale Angebote kennenzulernen, einen Blick hinter die Kulissen der globalen Textilindustrie zu werfen und Alternativen kennenzulernen, die Menschen und Umwelt zugutekommen
In Mülheim lädt die Evangelische Lukaskirchengemeinde gemeinsam mit dem Regionalen Dienst der Vereinten Evangelischen Mission (VEM), dem Weltladen Mülheim und Oikocredit Westdeutschen Förderkreis e.V. zu einer Veranstaltungsreihe ein. „Wir möchten in der Fairen Woche das Bewusstsein für globale Zusammenhänge stärken und zeigen, dass unsere Art zu konsumieren Auswirkungen auf Menschen in anderen Teilen der Welt hat. Faire Kleidung ist mehr als ein Trend – sie ist ein Beitrag zu mehr Gerechtigkeit, menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und nachhaltigem Wirtschaften“, sagt Claudio Gnypek vom regionalen Dienst der VEM stellvertretend für den Veranstalterkreis.
Den Auftakt zur Fairen Woche bilden zwei Pop-up-Marktstände des Weltladens Mülheim. Am Donnerstag, 17. September, auf dem Wochenmarkt in Mülheim-Heißen sowie am Samstag, 19. September, auf dem Markt in Mülheim-Saarn bieten die Aktiven fair gehandelte Produkte an und stehen für Gespräche rund um nachhaltigen Konsum und Faire Kleidung zur Verfügung.
Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Aktionen in Mülheim ist das Thema faire Kleidung. Die Faire Woche bietet Gelegenheit, genauer hinzuschauen: unter welchen Bedingungen wird Baumwolle angebaut, werden Stoffe verarbeitet und Kleidungsstücke hergestellt.
Unter dem Titel „Leute machen Kleider“ lädt der Veranstalterkreis am Montag, 21. September, 18 Uhr, zu einem Themenabend in die Evangelische Ladenkirche, Kaiserstraße 4, ein. Gabriele Füngerlings (Ev. Lukaskirchengemeinde) liest aus dem Buch „Leute machen Kleider“ von Imke Müller-Hellmann. Das Buch erzählt die Geschichten der Menschen, die Kleidung unter anderem für den europäischen Markt herstellen, und macht sichtbar, welche Auswirkungen der hiesige Konsum auf das Leben von Produzentinnen und Produzenten weltweit hat.
Annette Flinterman (ehrenamtliche Mitarbeiterin von Oikocredit) berichtet anschließend über die Initiative SEKEM in Ägypten. Dort wird Bio-Baumwolle unter ökologischen und fairen Bedingungen angebaut. Gleichzeitig erfahren die Teilnehmenden, wie die Anlage-Genossenschaft Oikocredit solche nachhaltigen Projekte unterstützt und damit zur Verbesserung von Lebensbedingungen und Zukunftsperspektiven beiträgt. Der Eintritt ist frei.
Kontakt und Info: Diakon Claudio Gnypek (VEM), gnypek-c@vemission.org
