Bienenvölker am Haus der Landeskirche

Mehr als 200.000 Bienen leisten am Haus der Landeskirche in Düsseldorf einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung.

Sie fliegen und sammeln, bestäuben und sorgen für leckeren Honig: Seit mehreren Jahren leben am Haus der Landeskirche Bienenvölker. Etwa 200.000 Tiere zogen 2015 in die Bienenstöcke ein. Man wolle das kleine Stück Erde am Landeskirchenamt sinnvoll nutzen, hatte Dr. Johann Weusmann, Vizepräsident der Evangelischen Kirche im Rheinland, bei der Ansiedlung erklärt. Und deswegen habe sich die Landeskirche mit finanzieller Unterstützung der Stadt Düsseldorf für das besondere Naturschutzprojekt entschieden.

Projekt richtet sich gegen das Bienensterben

Nicht nur, dass die Bienen mit ihrer Bestäubung der Pflanzen einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Schöpfung leisten. Mit dem Projekt soll auch dem Bienensterben begegnet werden, das durch Krankheiten, Pestizide, durch eine schwindende Blütenvielfalt und durch die sogenannte Varroamilbe ausgelöst wird. Diese ernährt sich vom Blut der Bienen und schwächt bereits frisch geschlüpfte, da sich die Milbe auf der Brut vermehrt.

Imker kümmert sich um Bienen und Honig

Mit den 200.000 Bienen kam auch Imker Hans Spiekermann an die Hans-Böckler-Straße, der sich seitdem nicht nur um den Honig, sondern auch um den Schutz der Bienen kümmert. Denn kalte Winter und die Varroamilbe machen auch den Tieren am Haus der Landeskirche zu schaffen. Damit sich die Bienen am Standort wohl fühlen, ist die Wiese vor dem Nebengebäude mit unterschiedlichen Blumen bepflanzt worden. Außerdem bieten Robinien und Lindenbäume in der Nachbarschaft ein reichhaltiges Angebot an Nektar. Eine eigene Wasserstelle verhindert, dass die Tiere im Sommer die Wasserspielstelle des nahe gelegenen Kindergartens anfliegen.

Ernte des Honigs im Sommer

Die Hochsaison beginnt für Imker Hans Spiekermann aber im Frühling: „Wenn der März und der April nicht zu kalten waren, gibt es eine Frühjahrsernte“, erklärt er. Ansonsten erntet der Imker den ersten Honig im Sommer. Insgesamt 150 Kilogramm Honig schleuderte er allein im Sommer 2017. Unter dem Titel „Süße Ernte“ werden die Gläser anschließend im bzw. über das Landeskirchenamt verkauft.

  • Theresa Demski
  • ekir.de