Landesausschuss Rheinland für den Deutschen Evangelischen Kirchentag

Der Landesausschuss

Der Landesausschuss in der Evangelischen Kirche im Rheinland ist das Gremium, in dem alle Kirchenkreise, Dienste und Werke der rheinischen Kirche vertreten sind. Der Landesausschuss ist das Bindeglied zwischen der Landeskirche und dem Deutschen Evangelischen Kirchentag. Ziel der Arbeit des Landesausschusses ist, den Kirchentag zu fördern, seine Ideen zu vermitteln und zu verbreiten. Das geschieht durch Begleitung, inhaltliche Unterstützung und Teilnahmewerbung bis hin zur Durchführung regionaler Kirchentage. Auch finanziell bietet der Landesausschuss Unterstützung für Kirchentagsprojekte und Mitwirkende aus der Landeskirche an. Durch den Vorstand und die Geschäftsführung werden die zentralen Aufgaben wahrgenommen. Der Landesausschuss ist durch seinen Vorsitzenden und Geschäftsführer in der Konferenz der Landesausschüsse vertreten.

Wenn Sie aus der rheinischen Landeskirche kommen und Fragen zum Kirchentag haben, melden Sie sich. Wir helfen Ihnen gerne weiter:

Landesausschuss Rheinland für den Deutschen Evangelischen Kirchentag
Geschäftsführer: Olaf Tegtmeier, Opladener Straße 59, 40591 Düsseldorf
Mobil: +49 171 6815079, E-Mail: olaf.tegtmeier@ekir.de

 

Ein starkes „Du“ für eine vielfältige Gesellschaft

Ein Jahr vor Beginn des 40. Deutschen Evangelischen Kirchentages 2027 ist am 22. April 2026 in Düsseldorf das Hauptmotiv der entsprechenden Kampagne vorgestellt worden. Gemeinsam präsentierten Stadt, Landeskirche und Kirchentag das visuelle und inhaltliche Konzept, das die Agentur Arndtteunissen aus der Losung „Du bist kostbar“ (Jes 43,4) entwickelte.

Die Kampagne wird den Kirchentag 2027 ab sofort begleiten. Sie macht die Losung in Düsseldorf, online und an vielen weiteren Orten sichtbar und lädt dazu ein, den Kirchentag als Ort der Begegnung, des Dialogs und der Gemeinschaft zu erleben.

Im Mittelpunkt der Kampagne steht das „Du“. Es sei die rheinische Antwort auf die Losung, sagt Benjamin Arndt, Geschäftsführer der Agentur Arndtteunissen. Im Rheinland begegne man sich auf Augenhöhe, direkt und ohne Umschweife, und genau diese Nahbarkeit habe man gestalterisch übersetzen wollen. Man habe ein flexibles Design erarbeitet, das sich wie in einem guten Gespräch jeweils der Stimmung des Gegenübers öffnen könne. In verschiedensten Varianten und so vielfältig wie die Gäste des Kirchentages wird das „Du“ nun im Stadtbild auftauchen.

Kirchentagspräsident Torsten Zugehör betont: „Der Kirchentag baut Brücken – zwischen Generationen, Meinungen und Lebenswelten. Und er bringt Menschen zusammen, die sich sonst vielleicht nie begegnen würden. Genau dazu lädt auch unsere Kampagne ein: Sie spricht den anderen direkt an und lädt ein, den ersten Schritt zu machen. Aus einem Gegenüber wird ein Miteinander. So entsteht eine starke Gemeinschaft, die sich für demokratische Werte einsetzt – nicht abstrakt, sondern ganz konkret von Mensch zu Mensch.“

Präses Thorsten Latzel unterstreicht die christliche Dimension der Losung: „‚Du bist kostbar‘ ist ein Zuspruch Gottes, der jedem Menschen unverlierbare Würde und Wert verleiht. Das prägt den Glauben und die Haltung zueinander: Ich sehe dich, nehm‘ dich ernst, du bist wertvoll für mich. Das ist ein starker Gegenakzent zu einer Zeit, in der oft vor allem über andere geredet wird. Der Kirchentag lädt dazu ein, das DU großzu­schreiben – Düsseldorf wird DU-Dorf – und die Würde der anderen neu zu sehen. Dazu braucht es echte Gespräche, Begegnung, Offenheit – alles, was der Kirchentag beispielhaft bietet.“

„Der Kirchentag ist ein Ort des Gesprächs – und das beginnt mit dem Mut, den anderen anzusprechen“, sagt Generalsekretärin Kristin Jahn. „Vom Ich zum Du: Der Zuspruch in der Losung öffnet genau diesen Raum, in dem Menschen aufeinander zugehen können – auch über Unterschiede hinweg. Die Losung lädt ein, zuzuhören, zu widersprechen, weiterzudenken. Gerade weil unsere Welt von Krisen und Konflikten geprägt ist, braucht es solche Orte wie den Kirchentag. Orte, an denen nicht die Trennung wächst, sondern die Verbindung.“

Eröffnung der Geschäftsstelle des Kirchentages im Landeskirchenamt
Passend zur Veröffentlichung des Kampagnenmotivs wurde auch die regionale Geschäftsstelle des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Düsseldorf eröffnet und Mitarbeitende des Kirchentages zogen in Büros im Landeskirchenamt ein. Die neue Geschäftsstelle dient als zentrale Anlaufstelle vor Ort für Planung, Koordination und Kommunikation rund um den Kirchentag in Zusammenarbeit mit dem landeskirchlichen Team, dem Präsidialbüro sowie dem Kirchenkreis Düsseldorf. Mit diesem Schritt nehmen die Vorbereitungen auf dem Weg zum Kirchentag 2027 in Düsseldorf nun konkret Gestalt an.

 

Du bist kostbar – Losung für den Kirchentag 2027

„Du bist kostbar“ (Jes 43,4) ist die Losung des Kirchentages Düsseldorf 2027. Bereits Ende September wurde sie durch die ehrenamtliche Präsidialversammlung des Kirchentages als Überschrift und roter Faden des kommenden Events festlegt. Über 1000 einzelne Veranstaltungen wie Konzerte, Debatten, Ausstellungen, Workshops und Gottesdienste werden durch die Losung inhaltlich verbunden.

Kirchentagspräsident Torsten Zugehör vertieft den Gedanken der Losung: „Sie erinnert uns daran, dass jeder Mensch von Wert ist – unabhängig von Herkunft, Meinung oder Lebensweg. Jeder, der seinen Beitrag leistet, ist ein kostbarer Teil unserer Gesellschaft. Auch wer schwach ist oder zweifelt, gehört dazu. Und wir wollen uns fragen: Wie kostbar ist eigentlich jemand, der völlig anders denkt als ich? Das macht auch den Kirchentag selbst kostbar, als Bewegung von Menschen, die sich zuhören, aushalten, inspirieren. Wenn wir das ernst nehmen, dann prägt das nicht nur Düsseldorf 2027, sondern auch den Umgang miteinander weit darüber hinaus.“

Die Generalsekretärin des Kirchentages Kristin Jahn betont die besondere christliche Botschaft des Spruches, der dem biblischen Buch Jesaja entstammt: „Es handelt sich um einen Zuspruch Gottes an sein Volk. Wir wollen mit dem Kirchentag dazu beitragen, dass sich jeder einzelne Mensch angesprochen und gemeint fühlt. Der Wert eines Menschen manifestiert sich durch die bedingungslose Liebe Gottes zu ihm. Wer sich geliebt weiß, kann lieben; kann über Glaubens- und Meinungsgrenzen hinweg das Herz sprechen lassen und Gemeinsames über Trennendes stellen.“

Stadt Düsseldorf und Evangelische Kirche im Rheinland als Gastgebende
Gastgebende des Kirchentages 2027 sind die Stadt Düsseldorf und die Evangelische Kirche im Rheinland. Stellvertretend für diese nahmen Oberbürgermeister Stephan Keller und Präses Thorsten Latzel im Düsseldorfer Medienhafen Anfang November die Losung symbolisch vor dem eindrücklichen Stadtpanorama entgegen.

Oberbürgermeister Stephan Keller betonte, wie gut die Losung zur Stadt passt: „Düsseldorf zeichnet sich durch eine vielfältige, selbstbewusste und gemeinschaftsorientierte Stadtgesellschaft aus. Wir Rheinländer feiern mit Freunden wie mit Fremden gleichermaßen. Du bist kostbar – die Losung des Kirchentages 2027 – spiegelt genau das wider, was unsere Stadt seit jeher ausmacht. Sie wird uns in der Vorbereitung auf den Kirchentag 2027 begleiten und unsere herzliche, offene Art auf besondere Weise unterstreichen.“

Präses Thorsten Latzel: „Du bist kostbar ist eine richtig starke und passende Losung für Düsseldorf 2027. So wollen wir als gastgebende Landeskirche allen Gästen und ehrenamtlichen Aktiven begegnen: Egal, wer du bist, woher du stammst, wen du liebst, wie du aussiehst: Schön, dass du kommst. Du bist kostbar für Gott – und für uns! Nur mit dir, mit euch wird der Kirchentag zu einem inspirierenden, lebendigen, vielfältigen Ereignis. Eine gute Gastgeberin zu sein, ist für uns als Evangelische Kirche im Rheinland Teil unserer rheinischen DNA und unseres evangelischen Selbstverständnisses. Du bist kostbar – ich glaube, dass wir mit diesem Blick auf andere einen wichtigen Beitrag zu einer offenen, menschenfreundlichen Gesellschaft leisten können.“

 

Kick-off für den Kirchentag 2027: (v. l.) Die rheinischen Kirchentagsbeauftragten Max Weber und Susanne Hermanns sowie Volker Meiling, Vorsitzender des Landesausschusses Rheinland (Foto: EKiR/Ekkehard Rüger).

Vorbereitung auf den Kirchentag 2027 in Düsseldorf beginnt

Weltoffenheit, Lebensmut und Glaubenshoffnung“ – dieser Dreiklang soll vom Kirchentag 2027 in Düsseldorf ausgehen, wünscht sich Dr. Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Düsseldorfs Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke ist sich sicher: „Der Kirchentag wird uns viele Impulse geben für Kirche, Stadt und Gesellschaft.“ Mit einer Kick-off-Veranstaltung am 5. und 6. September 2026 in der Neanderkirche im Herzen der Düsseldorfer Altstadt haben die Vorbereitungen auf das Glaubensfest vom 5. bis 9. Mai 2027 nun offiziell begonnen.

Die am Niederrhein beheimatete und international erfolgreiche Sängerin Judy Bailey hatte schon Anfang Mai auf dem Kirchentag in Hannover bei der Staffelstabübergabe an Düsseldorf für Stimmung gesorgt. Jetzt übernahm sie mit ihrer Band auch die Einstimmung der Teilnehmenden aus Kirche und Stadtgesellschaft auf das bevorstehende Großereignis in der NRW-Landeshauptstadt. „Hannover hat die Messlatte hoch gelegt“, blickt der Düsseldorfer Superintendent Heinrich Fucks anerkennend auf den jüngsten Kirchentag zurück. Aber mit seinen traditionellen drei Säulen aus geistlich-liturgischen Angeboten, Kulturprogramm und Gesellschaftspolitik will der Kirchentag auch im Rheinland für Begeisterung sorgen. „Kirchentag ist viel mehr als ein Glaubensfest“, sagt Bürgermeisterin Zepuntke, „er ist lebendige Demokratie und gelebte Gemeinschaft.“

Erster grober Zeitplan auf dem Weg zum Kirchentag 2027 liegt vor
„Vor allem ist der Kirchentag bunt“, stellt Mario Zeißig, Leiter Kommunikation beim Kirchentag, ergänzend fest. Zusammen mit Programmleiterin Stefanie Rentsch und den beiden landeskirchlichen Beauftragten Susanne Hermanns und Max Weber gab er einen ersten groben Zeitplan auf dem Weg zum Kirchentag 2027 bekannt. Ende September dieses Jahres entscheidet das Kirchentagspräsidium über die Losung und damit über eine wichtige Richtschnur für das Programm. Die Losung wird zeitnah im Oktober bekanntgegeben. Das Thementableau soll dann Anfang 2026 feststehen. Ende Februar 2026 werden die diversen ehrenamtlichen Projektleitungen berufen, die die Angebote des Kirchentags inhaltlich vorbereiten. Voraussichtlich von März bis September 2026 läuft das Bewerbungsverfahren für alle, die sich in irgendeiner Weise am Programm beteiligen möchten. Im Sommer 2026 wird der Kirchentag seine Geschäftsstelle in Düsseldorf eröffnen. Ansprechpartner für Ideen, Fragen und Anregungen rund um den dann 40. Deutschen Evangelischen Kirchentag ist das regionale Kirchentagsteam um Susanne Hermanns und Max Weber. Aktuelle Informationen finden sich auf den Internetseiten des Kirchentags und für die gastgebende Evangelische Kirche im Rheinland unter kirchentag2027.ekir.de.

 

Die rheinischen Beauftragten für den Kirchentag 2027 in Düsseldorf, Max Weber und Susanne Hermanns.
Max Weber und Susanne Hermanns koordinieren die rheinischen Vorbereitungen auf den Kirchentag 2027 in Düsseldorf (Foto: EKiR/Ekkehard Rüger).

Gleich zwei rheinische Kirchentagsbeauftragte für 2027

Die Evangelische Kirche im Rheinland geht dem 40. Deutschen Evangelischen Kirchentag 2027 in Düsseldorf mit gleich zwei landeskirchlichen Beauftragten entgegen. Susanne Hermanns (61) und Max Weber (33) koordinieren ab September 2024 als Duo an der Spitze des landeskirchlichen Teams die Vorbereitungen der rheinischen Kirche für das Glaubensfest 2027 und sorgen dabei für eine enge Abstimmung mit dem Deutschen Evangelischen Kirchentag.

„Die Schnittstelle zwischen der Evangelischen Kirche im Rheinland als gastgebender Landeskirche und dem Deutschen Evangelischen Kirchentag ist von zentraler Bedeutung“, sagt Präses Dr. Thorsten Latzel. „Ich freue mich sehr, dass wir diese wichtige Beauftragung mit einer Doppelspitze besetzen können: Mit Susanne Hermanns und Max Weber haben wir dafür zwei hoch engagierte und kompetente neue Kolleg*innen gewonnen. Sie werden in einer Art Lotsenrolle entscheidend mit dazu beitragen, dass der große Tanker Kirchentag gut bei uns in Düsseldorf vor Anker gehen kann. Ich wünsche beiden schon jetzt Gottes Segen, viel Gestaltungskraft, Ausdauer und Freude für all ihr Wirken.“

Kirchentagsteam freut sich auf die Zusammenarbeit
„Ich freue mich, dass die Vorbereitungen für den Kirchentag 2027 in Düsseldorf mit Susanne Hermanns und Max Weber als neuen Kirchentagsbeauftragten jetzt konkreter werden“, reagiert Kristin Jahn, Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags, auf die Bekanntgabe. „Ich bin mir sicher, dass sich die beiden gut ergänzen werden. Susanne Hermanns kennt und begleitet den Kirchentag seit vielen Jahren und Max Weber ist ein spannender junger Theologe, der uns helfen wird, für das Programm in Düsseldorf 2027 noch einmal neue Impulse zu setzen. Das Kirchentagsteam freut sich auf die Zusammenarbeit.“

Seit vielen Jahren enge Verbindungen zum Kirchentag
Hermanns ist dem Kirchentag seit vielen Jahren verbunden. So war sie in der Vorbereitung des Kirchentags 2007 in Köln rheinische Mitarbeiterin in der Kirchentagsgeschäftsstelle. Seit 2010 ist sie zudem ehrenamtliches Vorstandsmitglied im Landesausschuss Rheinland, dem Bindeglied zwischen rheinischer Kirche und Kirchentag. „Es ist mir immer schon ein Anliegen, dass wir mit unserer Landeskirche auf Kirchentagen präsent sind – mit vielen Teilnehmenden, aber auch in der Mitgestaltung und Mitwirkung“, sagt die Diplom-Pädagogin. „Hier sehe ich eine große Chance für Düsseldorf 2027, und dafür will ich mich mit meiner langjährigen Erfahrung und meiner Begeisterung einsetzen.“ Nach beruflichen Stationen als Jugendleiterin und Jugendreferentin verfügt die nebenberufliche Kabarettistin auch über mehrjährige Erfahrung als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, zuletzt bei einer evangelischen Wohnungsbaugesellschaft in Köln.

In der Friedensarbeit und der internationalen Ökumene vernetzt
Weber ist in der Friedensarbeit und der internationalen Ökumene gut vernetzt. So war er bis 2021 Referent der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden in Bonn, verfügt über Kampagnenerfahrung bei einem bundesweiten Staffellauf gegen Rüstungsexporte und hatte zuletzt ein Forschungsstipendium beim Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf. Internationale Studienstationen führten den Theologen und Politikwissenschaftler unter anderem nach Edinburgh/Schottland, Dunedin/Neuseeland, Stellenbosch/Südafrika sowie Bossey und Genf in der Schweiz. Im vergangenen Jahr war Weber auf dem Kirchentag in Nürnberg Podienreferent zu friedensethischen Fragen. „Kirchentage sind einmalig und begeistern mich seit 2007. Menschen jeden Alters, Geschlechts und Herkunft, mit unterschiedlichen Perspektiven und Meinungen: Alle kommen zusammen zu einem Fest des Glaubens und Erlebens“, sagt Weber. „Ich freue mich, dieses Zusammenkommen 2027 tatkräftig mitzugestalten.“


Einen Eindruck von der Atmosphäre und den Höhepunkten der fünf Tage des 39. Deutschen Evangelischen Kirchentags 2025 in Hannover gibt es hier.

Info: Termine zum Kirchentag

2026:
15. März bis 15. September: Bewerbungsphase für das Programm.

2027:
14. Februar:
KirchentagsSonntag.
5. bis 9. Mai: 40. Deutscher Evangelischer Kirchentag in Düsseldorf.

2029:
41. Deutscher Evangelischer Kirchentag in Hamburg.