Solidaritätsbekundungen nach Anschlag auf Wuppertaler Synagoge

  • 18.09.2026

Der Brandanschlag auf die Synagoge am 17. September 2026 in Wuppertal hat Bestürzung ausgelöst.

Dr. Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland:
„Ich bin fassungslos und entsetzt angesichts des Brandanschlags auf die Synagoge in Wuppertal. Es darf nicht sein, dass jüdisches Leben und jüdische Einrichtungen in Deutschland nicht sicher sind.
Als Evangelische Kirche im Rheinland stehen wir fest an der Seite unserer jüdischen Geschwister. Es ist unsäglich, dass mitten unter uns antisemitische Gewalt und Anschläge stattfinden.
Unsere Aufgabe als Christinnen und Christen und als Bürgerinnen und Bürger ist es, diesem Hass entschieden entgegenzutreten und Antisemitismus in jeder Form, immer und überall eine Absage zu erteilen.
In diesen Stunden bete ich für alle Jüdinnen und Juden in Wuppertal und in ganz Deutschland.
Ich kann nur erahnen, wie bedrohlich sich diese Gewalt für sie anfühlen muss, und bete für sie, dass sie Gemeinschaft, Trost und Halt erfahren und spüren, dass sie nicht allein sind.“

Kirchenrat Pfarrer Wolfgang Hüllstrung, landeskirchlicher Beauftragter für den christlich-jüdischen Dialog:
„Ich bin entsetzt über den gestrigen Anschlag auf die Synagoge in Wuppertal und finde es unerträglich, dass die in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden zunehmend bedroht werden und man versucht, sie aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen. Wenn sich nach dem Anschlag von 2014 nun wieder ein Anschlag in Wuppertal ereignet hat, zeigt dies, wie wenig wir in der Bekämpfung des Antisemitismus vorangekommen sind. Das kann uns als Christinnen und Christen nicht egal sein. Es ist zugleich ein Anschlag auf uns als Kirche – und auf die offene Gesellschaft insgesamt. Als Christinnen und Christen sind wir jetzt aufgerufen, aktiv gegen alle Formen von Judenhass vorzugehen.“

Dr. Frank Vogelsang, Direktor der Evangelischen Akademie im Rheinland:
„Ich bin erschüttert über die Nachricht, dass auf die Synagoge in Wuppertal ein Brandanschlag verübt worden ist. Unsere Solidarität gilt der jüdischen Gemeinde in Wuppertal und allen Jüdinnen und Juden in Deutschland. Wir verurteilen diese Tat aufs Schärfste. Es darf nicht sein, dass jüdisches Leben bedroht und Angst verbreitet wird. Wir werden nicht aufgeben, uns für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und für unsere Demokratie einzusetzen.“

Auch die Superintendenten des Kirchenkreises sind erschüttert und betonen ihre uneingeschränkte Solidarität mit der jüdischen Kultusgemeinde. Den Artikel können Sie hier lesen .

Mehr Informationen: Kirche gegen Antisemitismus (EKD)

Dies ist eine Seite der Evangelischen Akademie im Rheinland.

 

 

 

 

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